Unsere Sammlung im Überblick
Begleiten Sie uns auf eine faszinierende Zeitreise von 1820 bis 1945. Im Fahrradmuseum Illmitz präsentieren wir meisterhafte Zeitzeugen zweirädriger Fortbewegung – von den ersten hölzernen Laufmaschinen bis hin zu den eleganten Klassikern der österreichisch-ungarischen Monarchie.

Pioniere auf zwei Rädern: Von der Draisine zum Hochrad
Der Grundstein des modernen Fahrrades begann mit Freiherr von Drais im Jahr 1817: Eine mit reiner Menschenkraft angetriebene Holzmaschine ganz ohne Pedale. Mit einem Tretkurbelrad aus dem Jahr 1868 wurde weiter Fahrradgeschichte geschrieben. Später dominierte das Hochrad als stolzer König aller Räder die Straßen. In unserer Sammlung bewundern Sie ein imposantes Modell aus der Zeit um 1885 bis 1890, gefertigt aus Eisenrohren mit filigranen Speichenrädern, Vollgummibereifung und charakteristischer Löffelbremse aus altösterreichischer Produktion.

Der Durchbruch der Sicherheit: Das Niederrad und Damenräder
Um die folgenschweren Stürze der Hochräder zu vermeiden, revolutionierte das Sicherheitsniederrad, auch bekannt als Safety, die Mobilität. Ein Meilenstein unserer Schau ist ein Diamantrahmen-Modell aus dem Jahr 1894 mit klassischer 1-Zoll-Antriebskette. Dass auch Damen damals neue Freiheit fanden, belegt unsere Dürkopp Damenmaschine aus Wiener Fertigung um 1897, die trotz der ausladenden Kleiderordnung jener Zeit gefahren wurde.

Monarchie-Tradition, Puch-Erfindungen und Spezialräder
Große Marken der österreichisch-ungarischen Monarchie prägen diesen Abschnitt: Entdecken Sie Originalräder von Johann Puch mit dem 1899 patentierten vollen Scheibenkettenblatt sowie Raritäten der Steyr-Werke, Styria-Dürkopp, Karl Schug oder Premier. Die Ausstellung spannt den Bogen über elektrisch beleuchtete Räder der 1920er und 1930er Jahre bis hin zu seltenen Militärrädern des 2. Weltkriegs.
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